Sternstunden ….

…….wenn Kinder so für das Fach Geschichte brennen, dass sie bei der Fr. Direktor um zusätzliche Lehrerstunden dafür bitten und ein Werbeplakat in ihrer Freizeit gestalten, um weitere Schüler für ein Freifach „Geschichte erforschen“ zu begeistern.

Für mich ist es immer eine Sternstunde, wenn die SuS mit strahlenden Augen gespannt zusehen, wie Schweinsaugen seziert werden. Neugierig und zugleich aufgeregt betrachten sie die einzelnen Teile eines Auges und manche SS versuchen am Ende der Stunde ein Schweinsauge selbstständig zu sezieren, was immer sehr erstaunt und erfreut.

„Ich schaffe nie ein Sehr gut auf eine M-Schularbeit!“ – Schülerin der 2B. Durch gemeinsames Üben und gezielte Vorbereitung erreichte sie bei der letzten SA ein Sehr gut. Alle waren bzw. sind sehr stolz auf sie.

Ein Schüler mit sonderpädagog. Förderbedarf in allen Fächern konstruiert in GZ die genauesten, schönsten Zeichnungen!

Ich durfte viele gute Gespräche im Zuge der Ateliertage mit Schülern erleben, von denen ich zuerst nicht dachte, dass sie sich so öffnen würden.

Es war schön zu sehen, dass SchülerInnen, welche im Setting der Schule Schwierigkeiten haben sich an Regeln zu halten, im außerschulischen Rahmen im höchsten Maß sozial und freundlich sind. Ich denke, dass diese Art des Umgangs ein wesentliches Ziel für ein harmonisches Miteinander ist.

Sternstunden sind für mich, wenn SchülerInnen zu mir kommen und mir sagen, wie froh sie sind, dass ich sie unterrichte. Es ist schön zu hören, dass man gemocht wird und einen die Kinder vermissen, wenn man einmal krank ist.

….wenn vor und nach einer Messe pures Tohuwabohu herrscht, die eigene Klasse aber ruhig und still bleibt – und sie sich über das verdiente Lob freut.

Die Freude der Kinder über den Landesmeister-Titel (Flagfootball). Zu sehen, wie sich die SchülerInnen in 4 Jahren entwickelt haben, aber auch wie die Klasse zusammengewachsen ist.

In einer Life-Stunde ist es Philipp gelungen, das Lesen der Uhr zu erlernen. Es ist in Verbindung mit dem Bruchrechnen, welches in Mathematik durchgenommen wurde, gelungen die Uhr zu erklären. Über dieses besondere Erlebnis freuten sich der Schüler und die begleitenden Lehrerinnen sehr.

Fotografie: 2 Schülerinnen der 3b, die beim Kurs „Fotografie“ teilgenommen hatten, haben ihr Wissen an die Schüler der 3b – Referat über Fotografie / Lochkamera – weitergegeben.

Für eine Klasse verantwortlich zu sein kann manchmal ganz schön stressig sein, aber es ist nichts im Vergleich zu den wundervollen und tollen Momenten, die man mit den Kindern erlebt. Ich bin froh, dass ich so viele verschiedene und eindrucksvolle Charaktere in meiner Klasse habe.

Wie jedes Jahr verfolgte ich auch heuer die Mathematikmatura. Als die Aufgaben online abrufbar waren, entdeckte ich ein Maturabeispiel, dass ich einer Mathematikklasse von mir durchaus zutraute. In der folgenden Stunde öffnete ich das besagte Beispiel am Smartboard und bat die Kinder es durchzulesen und zu überdenken. Viele Schülerinnen und Schüler konnten das Beispiel (ohne zu wissen, dass es sich um ein Maturabeispiel handelt) gut lösen und auch ihren Mitschülerinnen und Mitschülern erklären. Ich war sehr stolz auf die Kinder. Auch sie waren sehr stolz auf sich, als sie erfahren haben, dass es sich um eine Maturaaufgabe handelte.

Für mich war das ganze Jahr eine Sternstunde. In einer Schule zu unterrichten, wo die Kinder freundlich sind und gerne in die Schule kommen, ist für mich ein großes Privileg! Eine erwähnenswerte Stunde war in der 1B. Wir arbeiteten zum Thema „Märchen theaterpädagogisch“ und ich konnte sehen, wie sie motiviert und voller Freude sich spielerisch auslebten. Am Ende sagten einige SuS: „Das war die beste Deutschstunde, die sie je hatten!“

Jahrmarkt: Eine neue Schülerin war im Unterricht eher unauffällig und ruhig. In der Vorwoche des Jahrmarktes war sie krank und kam am Tag der Abschlussprobe des Catwalks zurück in die Schule. Sie wollte so gerne bei der Modeschau mitmachen, dass sie spontan zu Hause angerufen hat und um die Erlaubnis mitzumachen gebeten hat. Das Mädchen war bei den Proben und beim Auftritt höchst engagiert und strotzte vor Selbstbewusstsein à ein freudiger Anblick!

COOL: Die Schüler schwärmten im Gebäude und am Freigelände aus, um Fotos der Schule zu machen. Sie sollten möglichst viele verschiedene Eindrücke des Sacré Coeur vermitteln. Die Schüler waren mit großem Eifer dabei und konnten gute Bilder aus den verschiedensten Blickwinkeln machen. Im Anschluss wurden Sacré Coeur – Herzen, mit einer Fotocollage unter dem Motto „We are Sacré Coeur“, gestaltet. Man konnte ihnen die Freude an der Arbeit ansehen und sie arbeiteten gut im Team miteinander.

Wenn einem eine sehr ruhige und schüchterne Schülerin, die neu in der Klasse ist, das Vertrauen schenkt und mit auf Ateliertage fährt.

Es ist wunderbar zu beobachten, wenn man in der 4. Klasse Hilfe für die Elektroinstallationen benötigt und sofort alle Hände nach oben schießen. Auch muss man bei der Arbeit nicht viel erklären, denn die Jugendlichen haben teilweise Erfahrung mit Schlagschnur, Akkuschrauber  & Co. Wenn dann die „freiwillige“ Arbeit noch in Rekordzeit fertig gestellt ist und auch die Qualität passt, ist man wirklich stolz auf seine Schützlinge.

In Lob baden!

Sitzkreis: In der Mitte wird mit blauen Tüchern und Schnüren eine Badewanne improvisiert. Jedes Kind legt sich reihum in die Badewanne und schließt die Augen. Die Mitschüler sagen nacheinander dem in der Mitte liegenden Schüler ein Kompliment / ein Lob. Für mich ist es immer wieder überraschend / berührend, wie schwer Schüler / Kinder Lob annehmen können. Manche weigern sich sogar sich in die Badewanne zu legen. Einige genießen es und bei dem einen oder anderen fließen sogar Tränen, wenn ihnen ganz bewusst Lob zugesprochen wird. Diese U-Stunden, in denen ich diese Übung mit den Schülern mache, sind immer ganz besondere Sternstunden, die jedem in Erinnerung bleiben!

Meine Sternstunde war der Besuch eines Konzerts der Wiener Philharmoniker im Wiener Konzerthaus mit einer vierten Klasse im April. Für viele SuS war es der erste Besuch eines klassischen Konzerts und ich war nicht sicher, ob die Kids sich auf die Musik und das Ambiente einlassen können. Umso überraschter war ich, dass viele Schülerinnen und Schüler sich eigens für den Konzertbesuch schick angezogen haben. Ich war so stolz auf meine Klasse: So elegant, wie sie sich gekleidet haben, so vorbildlich benahmen sie sich und die meisten haben sich wirklich auf die Musik einlassen können.